May 6, 2022

Annas Geschichte

Bloß keine Geräusche mehr, bloß kein Licht mehr, nur noch ins Bett. So gehts Anna, wenn sie eine Migräneattacke hat. Oder eher hatte! Denn heyvie konnte ihr dabei helfen, die Häufigkeit und Stärke der Attacken in den Griff zu bekommen. Sie erzählt uns in diesem Artikel ihre Geschichte.

Hey Anna, erzähl uns deine Geschichte mit heyvie!

Migräne wurde bei mir sehr früh diagnostiziert, ich war etwa 12. Seitdem war die Krankheit für lange Zeit Teil meines Alltags.

Wie bist du auf heyvie gekommen?

Ich kenne Marius noch aus der Schulzeit und bin mit ihm seitdem befreundet. Ich habe die Entstehung von heyvie dauerhaft verfolgt. Deshalb habe ich schon einige Versionen der App kennenlernen können und war super happy, dadurch einen neuen Ansatz kennenzulernen und endlich die Hilfe zu bekommen, die ich gebraucht hab.

Was hast du bisher gegen deine Migräne unternommen?

Ich habe in erster Linie versucht, Schmerzmittel zu nehmen. Ich bin damit gut zurecht gekommen und hatte irgendwann auch keine Lust mehr, etwas neues gegen die Migräne auszuprobieren, weil das auf Dauer zusätzliche Anstrengung bedeutet hat. Ich habe die Migräne einfach akzeptiert und als Teil meines Lebens abgestempelt. Ich habe mich dann einfach oft rausgenommen, das “Leben” musste warten, ich brauchte oft erst mal Ruhe. Besonders am Wochenende bin ich einfach ausgefallen.

Wie hat sich Migräne bei dir geäußert? Wie lief eine typische Attacke ab?

Leider sagt mir mein Körper nicht frühzeitig Bescheid, wenn eine Attacke startet. Sie war dann einfach von jetzt auf gleich da. Ich habe die schlimmsten beziehungsweise häufigsten Schmerzen immer hinter dem rechten Auge. Bei mir geht dann gar nichts mehr, meine Sehfähigkeit war dann sehr abrupt eingeschränkt.

Mit welchen Begleiterscheinungen hattest du noch zu kämpfen?

Oh das waren einige. Übelkeit und damit einhergehend auch Erbrechen. Ich konnte oft nicht mal mehr einen Schluck Wasser trinken, deshalb war das mit den Schmerzmitteln auch manchmal schwierig. Lichtempfindlichkeit, so ein Flackern im Sichtfeld und Geräuschempfindlichkeit hab ich auch noch. Während einer Attacke ist mir zusätzlich auch immer sehr warm. Was man auch noch als “Begleiterscheinung” zählen kann, ist, dass meine sozialen Kontakte sehr gelitten haben. Ich konnte mich nicht mal mehr auf meinen eigenen Körper verlassen, deshalb habe ich irgendwann einfach kaum mehr Pläne gemacht, bevor ich wegen einer Attacke alles absagen muss.

Wie verhältst du dich bei einer Attacke während der Arbeitszeit?

Ich würde sagen, ich habe eine wirklich arbeitgeberfreundliche Migräne. In stressigen Phasen gewährt mein Körper mir, das ich durchhalte. Erst in ruhigen und freien Zeiten kamen die Schmerzen. Wenn es aber zu einer Attacke gekommen ist, hatte ich immer verständnisvolle Arbeitgeber. Ich kann dann auch wirklich schwieriger sehen, da macht es keinen Sinn mehr, im Büro zu sitzen. Ich habe aber definitiv gelernt, sehr strikt zu sein. Man braucht einfach seine Pausen.

Und Attacken unterwegs?

Ich hatte schon mal eine Attacke während eines Zahnarzttermins. Sie haben dann extra für mich dieses super grelle Licht ausgelassen, darüber war ich dankbar. Denn so sensibel sind viele leider nicht. Auto oder Fahrrad fahren kann ich dann auch nicht mehr, das wäre viel zu gefährlich. Ich muss dann einfach schnellstmöglich mit der Bahn oder dem Taxi nach Hause, alles dunkel und ruhig haben und mich hinlegen.

Du nutzt also unsere App schon länger?

Ich hab sogar noch kurzzeitig die webbasierte Lösung mitbekommen! Eine App ist aber so viel praktischer. Ich hatte am Anfang ein Training mit Hady und bin seitdem in der App drin. Die hat sich super entwickelt. Gerade in den letzten Monaten ist die Bedienung immer intuitiver geworden und man erhält eine gute Führung durch die App. Als Erinnerung an die Übungen nutze ich auch die Benachrichtigungen der App, so klappt es richtig gut.

Wie hast du gespürt, dass dir die App hilft?

Relativ früh habe ich gemerkt, dass die App bei mir eine wirklich schnelle Wirkung erzielt, ein paar Wochen hat es vielleicht gebraucht und meine Attacken sind wesentlich weniger und auch viel schwächer geworden. Ich hatte in schlechten Phasen ein mal in der Woche eine Attacke, jetzt hatte ich in einem Jahr maximal 3 schwächere Attacken. Es hat sich so viel getan! Ich nehme mir aber auch bewusst 3 Mal am Tag die Zeit für die Übungen.

Hast du Lieblingsübungen?

Ja, es gibt Übungen, die sind sowas wie ein “heiliger Gral” für mich. Da habe ich während des Assessments den Effekt schon gemerkt. Das sind besonders die Augenpause und die tiefe Bauchatmung. Eigentlich so simpel!

Hast du noch andere Effekte bemerkt, außer das deine Migränebeschwerden besser geworden sind?

Ich fühle mich insgesamt gelassener, nehme mir aktiv Zeit für mich selbst und habe nach den Übungen oft einen anderen und frischeren Blick. Meine Prioritäten haben sich verschoben: Wenn es mir nicht gut geht, läuft der Rest auch nicht. Deshalb setze ich mich selbst an erste Stelle. Seit ich weniger Migräneattacken habe, ist das ein richtiger “Gamechanger” für mich. Und ich bin froh, nicht mehr dauerhaft darauf achten zu müssen, meine Notfallmedikation dabei zu haben.