August 26, 2022

Judiths Geschichte

Judith hat Migräne seit sie 10 Jahre alt ist. Seitdem hat sich diese nur weiter verschlechtert. Bis ihr eine Freundin heyvie empfohlen hat.

Hey Judith, erzähl uns deine Geschichte mit heyvie!

Ich habe seit Ende der Grundschule Migräne, etwa seitdem ich 10/11 bin. Es wurde auch immer schlimmer, vor allem Sonntag abends. Einmal in der zehnten Klasse hatte ich einen richtig schlimmen Anfall und musste ins Krankenhaus, da kam das dann auf, dass es nicht etwas psychosomatisches ist, sondern was wirklich Ernstes. Diagnose: Migräne. Von 15-18 war es am schlimmsten, vielleicht kamen Abitur, Pubertät und viele Faktoren dazu. Damals habe ich immer nur Ibuprofen empfohlen bekommen und nichts hat wirklich geholfen. Teilweise hatte ich 3 Anfälle pro Woche.

Wie bist du auf heyvie gekommen?

Eine Freundin hat mir heyvie empfohlen.

Was hast du bisher gegen deine Migräne unternommen?

Ich war bei Ärzten, Heilpraktikern und habe auch schon autogenes Training und Akupunktur ausprobiert. Ich habe auch schon Somatriptan genommen gegen die Schmerzen.

Wie hat sich Migräne bei dir geäußert? Wie lief eine typische Attacke ab?

Die Attacken kommen meistens erst Spätnachmittags. Erst habe ich Nackenschmerzen bekommen und vom Nacken aus zieht es in den Kopf. Dann habe ich meistens in den Nebenhöhlen Schmerzen, die sich dann über die Schläfe ausbreiten. Zu 90% auf der rechten Seite. Früher hatte ich noch visuelle Effekte, das habe ich aber schon seit ein bis zwei Jahren nicht mehr. Wenn ich eine Attacke habe, dann fällt es mir außerdem schwer, Worte zu finden und Sätze zu bilden.

Alkohol - unabhängig von der Menge - hat meist morgens direkt eine Attacke ausgelöst.

Mit welchen Begleiterscheinungen hattest du noch zu kämpfen?

Früher hatte ich stärkere Begleiterscheinungen, die sind aber inzwischen fast weg. Die Schmerzen sind aber geblieben.

Was machst du üblicherweise wenn du eine Attacke hast?

Ins dunkle, stille Zimmer legen und nehme dann manchmal auch die Medikamente, wenn es wirklich nicht anders geht. Sonst versuche ich einfach dazuliegen und einzuschlafen. Nachdem ich dann ein paar Stunden oder eine Nacht durchgeschlafen habe ist es dann meistens wieder okay.

Wie verhältst du dich bei einer Attacke während der Arbeitszeit?

Ich habe es meistens noch durchgezogen, weil ich halt Glück habe, dass ich meine Attacken erst spät Nachmittag oder Abends treffen. Dann musste ich meistens nur eine Stunde oder so überbrücken, es hat mich aber nicht so sehr beeinträchtigt.

Und Attacken unterwegs?

Dadurch, dass ich es rechtzeitig bemerke, kann ich einfach direkt Zuhause bleiben. Wenn es mal so sein sollte, dass ich unterwegs bin und eine Attacke habe, dann geh ich einfach heim. Meine letzte Option ist immer die Medikamente zu nehmen, die wirken und helfen auch schnell und gut, aber wegen der Nebenwirkungen nehme ich die nicht so gerne. Das ist nur meine Notlösung.

Wie hat heyvie dir in deiner Situation geholfen?

Ich merke, dass mir auf jeden Fall Routinen gut tun, ich habe seltener Migräne wenn ich geregelte Tagesabläufe habe. Die Übungen sind halt super in den Alltag als Routine einzubauen.

Du nutzt also unsere App schon länger?

Ja, also ich nutze die App seit März.

Wie hast du gespürt, dass dir die App hilft?

Meine Attacken sind viel weniger geworden, im Juli hatte ich zum Beispiel nur eine einzige und normal waren für mich 3 pro Woche. Wenn ich eine habe, ist auch der Schmerz nicht so stark. Auch meine Trigger haben nachgelassen, vorher haben Alkohol oder Schlafmangel direkt in einer Attacke geendet, heute eigentlich gar nicht mehr. Bei diesen Sachen habe ich wirklich gemerkt, dass die Übungen etwas bringen.

Hast du Lieblingsübungen?

Ich habe mir über die Zeit auch schon einige Lieblingsübungen rausgesucht (Vagusdehnung hilft mir total bei Verspannungen und ich mag auch den Kieferdruck) und benutze die, wenn sich eine Attacke angebahnt hat oder auch während einer Attacke. Diese Lieblingsübungen habe ich übrigens jetzt auch auf meiner mehrwöchigen Reise regelmäßig durchgeführt.

Hast du noch andere Effekte bemerkt, außer das deine Migränebeschwerden besser geworden sind?

Durch die Nackenübungen habe ich jetzt auch das Gefühl, dass meine Haltung besser geworden ist. Das ist natürlich ein netter Nebeneffekt.